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 Die Blumen in Opas Garten oder 
                                "Die Radikalkur!"
  
 

[16.05.2012]

Als Oma noch lebte, war ihr Worringer Garten ein einziges „Blumenmeer“, und wenn man genau hinschaute, auch ein wenig mehr. Echt! Anders ausgedrückt: Es gab nicht nur Blumen als „Hingucker“, sondern auch Gäste, deren Anblick sich lohnte.

Die Blumen in Opas Garten

Was Oma nicht wusste, nicht zur Kenntnis nahm oder nicht wahr haben wollte, war die Tatsache, dass niemand so Recht einen Nutzen von einem großen Teil des Gartens hatte. Gut. Gucken und riechen konnte man; aber sonst? Das war ja eigentlich nicht nur nicht schlimm, sondern auch schön. Allerdings gab es da etwas, was ihrem sonst so scharfen Blick entgangen sein muss: Der Giersch und die Wicken gingen den schönen Pflanzen ganz gefährlich und heftig an den „Kragen“. Da kam nach ihrem Ableben das, was folgen musste. Opa gab einigen Fachleuten und uns die eindeutige Order: „Das muss jetzt anders werden!

Erst mal wurde alles, was möglich war, heraus gerissen, dann wurde das Ganze mit Folien abgedeckt, eine Wiese musste her, es wurde gegraben und geharkt, und so richtig fertig ist der Garten immer noch nicht. Trotzdem:

Die Blumen in Opas Garten Die Blumen in Opas Garten
Ein paar Rosen durften bleiben. Sogar die von uns eingesetzte Clematis fand Opas Wohlgefallen.


Die Blumen in Opas Garten
Auch den von uns neu angelegten Steingarten duldete er.

Die Enkel von Opa waren allerdings begeistert: Endlich konnten sie nicht nur die Urenkelinnen zu gegebener Zeit Ostereier suchen lassen, auf der Wiese grillen oder sich sonnen, sondern sie durften auch Fußball oder gar Federball spielen. Folge: Der eine Rosenstrauch, der noch „im Weg“ war, wurde bei diesen Aktivitäten gründlich geköpft, auch die Federbälle überlebten diese spontanen Attacken nicht. Inzwischen haben wir das eine und andere neu geordnet, und siehe da, es funktioniert: Freizeitgestaltung hier, schöne Rosen dort! Und ein Nachschub an Federbällen liegt auch parat.

Dieses Jahr haben wir auf Opas ernster Anweisung auch Nutzpflanzen gesät und eingepflanzt. Sie wissen schon: Ende 2012 soll ja laut Maya-Kalender nicht nur das Jahr, sondern auch die Welt am Ende sein!? (Keine Sorge: Falls wir das überleben, zumal ja inzwischen neue Erkenntnisse über den besagten Kalender vorliegen, berichte ich natürlich über Einzelheiten und Erfolg bzw. Misserfolg dieser Maßnahme.)

Aber bis dahin dürfen wir uns doch an den Blumen erfreuen; besonders auch an denen, die Opas „Radikalkur“ überstanden haben, oder?

Autor: GRB
Foto: GRB