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Die Schwalben von Worringen
- droht das Aus für die gefiederten
Freunde in der Märchensiedlung?
Im Frühjahr 2011 stand im „Schaufenster“
aus Dormagen ein Artikel, vielleicht erinnern Sie sich? Umweltverbände
wollten wissen, wo es in Dormagen noch Schwalben gibt. Ich bin am 28.
Mai 2011 beim Umweltmarkt in Dormagen zum Stand der Biologischen Station
gegangen und habe scherzhaft gesagt: „Ich weiß, wo die
Schwalben von Dormagen sind!“ - „Ja?“ -
„Nun, bei uns, in Worringen!“ -
„Na, das ist ja schön für euch. Trotzdem: Schreiben Sie mal auf, wo
genau!“ Ich habe von den Leuten nie wieder etwas gehört.

Rasante Flugmanöver
über der Märchensiedlung
Dass
Schwalben
aus wichtigen Gründen unter Naturschutz stehen, weiß wohl jeder? - Ich
gehe einfach mal davon aus. Wir haben
Mehlschwalben hier, schätzungsweise 15 Paare. (Zumindest
sind das die, die ich kenne.) Bei uns fliegen sie herum und auf dem
Gelände von Aldi und Penny – direkt am Rhein. Sie
nisten – wie gesagt – unter anderem bei uns; das heißt, in der
sogenannten „Märchensiedlung“. Die
alteingesessenen Worringer wissen, wo das ist. Sagen wir mal so: Wir
haben einen schönen Ausblick auf das Worringer Bruch.

Schwalbennest
Ich beobachte, wie die Schwalben ihre Nester bauen, ihre
Jungen aufziehen, unsere Fensterbänke beschmutzen, und wenn ich sie
fotografiere, bekomme ich sogar mit meiner Billig-Kamera ohne
Teleobjektiv einigermaßen aussagekräftige Ergebnisse.
Ich erfreue
mich daran, wie die Schwalben mit Schwung über unsere Wiese segeln und
Mücken, Fliegen und andere „Miniatur-Monster“ fangen, bevor sie bei uns
in der Wohnung landen und dort allerhand Unannehmlichkeiten bereiten
können.
Nun wird unsere Siedlung saniert, versiegelt und
abgedämmt. Und vorher werden – natürlich! - die alten Schwalbennester
abgeschlagen. Das war's dann wohl für die Schwalben?
Ich habe mit
dem zuständigen Revierförster, Herrn Hundt, gesprochen. Er
sagte mir: „Entscheidend für die Ansiedlung von Schwalben ist nicht
die Möglichkeit über weite Flächen zu fliegen, sondern die Tatsache,
dass Landwirtschaft in der Nähe ist.“ Glauben wir ihm das mal.

Freie Bahn für den Schwalben-Start! Ich habe
allerdings beobachtet, dass da, wo ein Baum dicht am Haus steht – also
kein freier Abflug möglich ist – keine Schwalbennester sind. Deswegen
habe ich ganz wertfrei die beiden heimischen Supermärkte genannt. Bei
ihnen sind nämlich die Abflugverhältnisse ähnlich wie bei uns.
Vielleicht spielen ja beide Aspekte eine Rolle? - Oder gar drei? Die
Rheinauen sind ja schließlich ein Sumpfgebiet mit vielen Mücken!
Ansonsten empfehle ich natürlich auch Edeka und Netto.
Hauptsache man kauft in Worringen. Es soll doch weiter leben!? Um zur
Argumentation des Försters zurück zu kehren: Offiziell ist für das
Frühjahr 2012 geplant, dass das Worringer Bruch eingedeicht wird. Was
wird da aus der örtlichen Landwirtschaft? Ist das dann endgültig das
„Aus“ für unsere Schwalben? Ich bin mal gespannt!
Autor: GRB Fotos:
GRB
Anmerkung: Über den Schwalben,
irgendwo unter den Dachziegeln, nisten übrigens Spatzen. Sie sitzen auf
der Dachrinne, schimpfen und schwätzen den ganzen Tag herum, so, als
seien sie die Chefs am Ort. Dabei sind sie so „pfiffig“, dass mir bisher
kein aussagekräftiges Foto von ihnen gelang. Tja! Manche haben es halt
drauf.----------------------------------------------------------------------------------------------------
Weiterführende
Informationen:
+
Wie man Schwalben schützen kann:
http://www.schwalbenschutz.de/
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